| Da die Seals ein spielfreies Wochenende hatten, konnten sie die Trainingszeiten nutzen, um sich
detailliert vorzubereiten. Die erste Woche wurde, zum Erstaunen aller Spielerinnen, ein komplett
anderes Training absolviert als erwartet. Statt Spielerprofile zu lernen und die auf den nächsten Gegner
abgestimmten Systeme einzustudieren, mussten die Seals spezielle Aufagben als Team oder auch einzeln lösen.
Dazu kam ein immenser Druck durch die Uhr. Die vorgebenen Zeiten ließen kaum oder keine Fehler zu und
so lernten die Seals in einem Crashcourse unter ständigem Druck teils anspruchsvolle Lösungen zu erarbeiten.
In der zweiten Woche bereiteten die Seals sich auf den nächsten Gegner vor und absolvierten das "Standardprogramm".
SCAL steht, im Gegensatz zur letzten Saison, nicht so gut da und ist langsam darauf angewiesen, ebenfalls seine
verbleibenden Spiele zu gewinnen. Es war also davon auszugehen, dass man mehr gegen die Bundesligaakteure wird
spielen müssen.
Das erste Viertel entschieden die Seals mit 24 zu 7 für sich und dominierten den Gegner in jeglicher Hinsicht.
Die Seals spielten konzentriert ihre Systeme durch und verteidigten sehr solide. Viele der verteidigten Würfe
von SCAL gingen daneben, aber auch die wenigen freien Würfe wurden meist vergeben.
Von daher war auch das Wurfpech auf Seiten der Gäste für die 7 Punkte verantwortlich. Im zweiten Viertel
fand SCAL dann besser ins Spiel und konnte den Rückstand zur Halbzeit bis auf 6 Punkte verkürzen (30 zu 24).
Obwohl die Seals auf allen Positionen körperlich unterlegen waren, hielten sie bis zum Schluß dagegen und ließen sich, im Gegensatz zu anderen Spielen zuvor, nicht von einer aggressiven Verteidigung beeindrucken.
Ab dem dritten Viertel blieb das Spiel ausgeglichen und immer knapp, meist jedoch mit einer leichten
Führung für die Seals, die das vierte Viertel dann mit einem 4 Punkte Vorsprung (47 zu 43) begannen.
Und auch zu Beginn des vierteln Viertels sah es nicht so aus, als könne SCAL das Spiel noch mal einmal drehen.
30 Sek. vor Schluß war SCAL mit nur 4 Punkten im Hintertreffen, machte aber keinen Gebrauch von den verbleibenden
2 Auszeiten und stoppte auch nicht die Uhr. Die Seals punkteten jedoch ihrerseits nochmal, gewannen somit
mehr als verdient mit 58 zu 52 und sichern sich damit den 8ten Sieg in dieser Saison.
Ihr Comeback feierte heute Julchen, die seit ein paar Wochen wieder im Training ist und es auf 7 Zähler
brachte.
Stimme zum Spiel von Marco Prey: "Wir haben uns gut auf das Spiel vorbereitet und heute den Lohn unserer Mühen
erhalten. Unsere modifizierte Zone funktionierte hervorragend. Im Hinspiel hatten wir noch starke Probleme
bei der Verteidigung der Dreier. Alleine A. Ramcke punktete damals 5 Mal von jenseits der Dreierpunktelinie.
Heute konnten wir die beiden U20 Nationalspielerinnen P. Mankertz und A. Ramcke bei jeweils nur 8 Punkten halten.
Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg war unser Reboundingkonzept. SCAL bekam nur selten die Chance ein zweites Mal auf den
Korb zu werfen. Auch in der Offense haben wir, bis auf das zweite Viertel, sehr diszipliniert gespielt und
uns gute Abschlüsse erarbeitet. Ich bin mit der Leistung meines Teams sehr zufrieden." (21.02.2010) |